Eusébio – der Vorfahr des gemeinen Ronaldo

Eusébio da Silva Ferreira wurde im Jahr 1942 in Mosambik geboren und zählte zu einem der bedeutendsten Fußballspieler Portugals und ein Sportidol für Groß und Klein.
Bereits 1957, im Alter von 15 Jahren, trat Eusébio in den Fußballclub Lourenco Marques ein und spielte zwei Jahre in der Jugendmannschaft.

Sein Erfolg nimmt seinen Lauf

Bereits im Jahr 1960 galt Eusébio als Ausnahmetalent als Stürmer. Er erzielte ganze 36 Tore im Verein Campeonato Provincial de Mocambique und führte die Mannschaft zum Sieg. Sein Verein arbeitete eng zusammen mit Sporting Lissabon, doch auch Benfica Lissabon zeigte großes Interesse an ihm. Zu Benfica Lissabon zog es Eusébio letztlich hin, er zog nach Lissabon und spielte für diesen Verein ganze 15 Jahre – wenn auch nicht ganz freiwillig. Der portugiesische Staatschef Salazar erklärte Eusébio nämlich für unverkäuflich und setzte ihn unter Druck. Im Jahr 1965 wurde Eusébio Europas  Fußballer des Jahres und erzielte Platz 9 bei der FIFA-Wahl zum Spieler des Jahrhunderts. Bei der Weltmeisterschaft 1966 wurde Eusébio Torschützenkönig mit ganzen neun Toren und führte Portugal zum dritten Platz.
Seit der Saison 1963/1964 wurde Eusébio insgesamt sieben Mal Torschützenkönig der portugiesischen Liga. Im Jahre 1968 erzielte er ganze 42 Treffer und wurde somit mit der Auszeichnung als Europas bester Torschütze geehrt. Dasselbe geschah im Jahr 1973.

Erst 1975, nachdem Salazar ihn frei entscheiden ließ, verließ er im Juni Benfica Lissabon.

Endlich frei

Nachdem er sich von Benfico Lissabon losgesagt hatte, zog es Eusébio nach Nordamerika in die NASL. Er spielte dort für diverse Vereine. Hauptsächlich jedoch für den mexikanischen Erstligisten CF Monterrey. Als Gastspieler zog es ihn jedoch zweimal nach Portugal zurück, kurz vor dem Ende seiner Karriere in der Saison 1977/1978.

Eine Erfolgsgeschichte mit zahlreichen Verletzungen

Im Jahre 1979 beendete Eusébio seine aktive Karriere. Während seiner gesamten Laufzeit zog sich Eusébio immer wieder zahlreiche Knieverletzungen zu. Diese hinderten ihn am Trainieren. Da er dennoch spielen musste, tat er dies sehr häufig unter großen Schmerzen, da er sich nie richtig erholte.

Eusébio in der Nationalmannschaft

Eusébio ermöglichte der portugiesichen Nationalmannschaft erstmals eine Endrunde in einer Weltmeisterschaft und zwar jener im Jahre 1966 in England. Er zeichnete sich durch spektakuläre Schüsse und Dribblings  in der Vorrunde aus. Im Viertelfinale gelang Eusébio etwas Außergewöhnliches. Zu Beginn lag Portugal gegen den Außenseiter Nordkorea mit 0 : 3 zurück. Mit unfassbaren vier Toren von Eusébio erzielte Portugal dennoch einen 5 : 5 – Sieg und Eusébio stieg zum Weltfußballer auf.
Im Halbfinale unterlag Portugal England mit 1 : 2 und Portugal erzielte den dritten Platz.

Da sich Portugal erst im Jahr 1986 erneut für eine Weltmeisterschaft qualifizierte, blieb Eusébio die Teilnahme an einer erneuten Weltmeisterschaft verwehrt. 1974 erklärte Eusébio seinen Rückzug aus der portugiesischen Nationalmannschaft. 1979 begann Eusébio sich für den Nachwuchs im Benfica Lissabon zu kümmern. Zwischen 1985 und 1992 arbeitete er als Co-Trainer der Profis.

Eusébios Nachwirken

Auch heute noch wird Eusébio als „Ronaldos Vorfahre“ in Portugal verehrt. Im Jahr 2004 erklärte ihn die UEFA zum „Goldenen Spieler“ der letzten 50 Jahre.
A. 5. Januar 2014 starb Eusébio an einem Herzstillstand. Er wurde 71 Jahre alt.

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